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04. Dezember 2018

Engel und Bergmann

 

 

Im 12. Jahrhundert entdeckte man im Erzgebirge vor allem Silbererz, das in den 

folgenden Jahrhunderten unter Tage abgebaut wurde. Die Arbeit war sehr hart und gefährlich. Deshalb waren es meist die jüngeren Söhne die als Bergleute arbeiteten und ihre Familien damit ernährten. Unfälle waren fast alltäglich.

Der Arbeitsbeginn lag meist vor Tagesanbruch und die Männer kamen erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause. Der Mangel an Licht und die Gefahr in den Minen war damals ein wichtiges Thema und die Familien gingen damit auf ihre eigene Weise um. Sie verbanden ihren christliche Glauben mit ihrem handwerklichen Geschick und schnitzten Lichterfiguren.

Die sollten den Söhnen zum Einen nach der Arbeit den sicheren Weg nach Hause weisen , als auch symbolisch Glück und Schutz bringen.
So entstanden die Motive Engel und Bergmann. Der Engel stellten die beschützende Himmelsmacht dar, während der Bergmann das tatsächliche Abbild der Söhne war.

Noch heute gibt es den Brauch, das Mädchen zu ihrer ersten Weihnacht einen Engel und Jungen einen Bergmann geschenkt bekommen. Dieser begleitet sie dann meist ein Leben lang.

Zur Weihnachtszeit werden Engel und Bergmann ins Fenster gestellt. Jeder Vorbeikommende kann dann von außen sehen, wie viel Jungen und Mädchen diese Familie hat.